Burnoutprävention

Dauerhafter Stress muss nicht zur Erschöpfung führen. Erkennen Sie Warnsignale frühzeitig und entwickeln Sie Strategien, um gesund, leistungsfähig und im Gleichgewicht zu bleiben.

Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.
Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

(Georg Christoph Lichtenberg)

Burnoutprävention und Stressmanagement

Wenn die Arbeit nicht mehr bei der Arbeit bleibt

Sie gehen nach Hause, aber die Arbeit geht mit.

Sie denken noch Stunden später über ein Gespräch mit Ihrer Führungskraft nach. Sie fragen sich, ob Sie etwas falsch gemacht haben, formulieren Antworten im Kopf oder überlegen bereits, was Sie am nächsten Tag erwartet.

Vielleicht kontrollieren Sie Ihre Arbeit inzwischen mehrfach, versuchen noch mehr zu leisten oder vermeiden es, etwas anzusprechen. Und trotzdem bleibt das Gefühl: Es ist nie genug.

Nicht immer sind es Arbeitsmenge oder Termindruck, die Menschen an ihre Belastungsgrenze bringen. Auch schwierige Führung, ständige Abwertung, widersprüchliche Erwartungen, fehlende Wertschätzung, Konflikte im Team oder Mobbing können zu anhaltendem Stress führen.

Wenn aus Anspannung Dauerstress wird

Bleibt eine solche Situation über längere Zeit bestehen, kann sie zunehmend Kraft kosten. Häufig zeigen sich erste Warnsignale lange bevor Betroffene selbst ihre Situation als ernsthafte Überlastung wahrnehmen.

Dazu können gehören:

  • Sie können nach Feierabend nur schwer abschalten.
  • Gespräche und Situationen bei der Arbeit beschäftigen Sie auch nachts oder am Wochenende.
  • Sie zweifeln zunehmend an sich und Ihrer eigenen Wahrnehmung.
  • Sie haben Angst, Fehler zu machen oder etwas Falsches zu sagen.
  • Sie versuchen, durch noch mehr Leistung Kritik zu vermeiden.
  • Ihre Motivation und Freude an der Arbeit nehmen ab.
  • Sie reagieren gereizter oder ziehen sich zunehmend zurück.
  • Schlafprobleme, Erschöpfung, innere Unruhe oder körperliche Anspannung nehmen zu.

Besonders belastend kann die Situation für Führungskräfte in Sandwichpositionen sein: Sie stehen selbst unter hohem Druck und versuchen gleichzeitig, Verantwortung für ihr Team zu übernehmen und Belastungen von oben abzufangen.

Burnout Prävention bedeutet nicht, noch besser funktionieren zu müssen

Stressmanagement bedeutet für mich nicht, sich möglichst gut an dauerhaft belastende Arbeitsbedingungen anzupassen.

Es geht darum, frühzeitig wahrzunehmen, was Sie belastet, was die Situation mit Ihnen macht und wo Ihre persönlichen Grenzen liegen.

Gemeinsam können wir daran arbeiten, belastende Muster zu erkennen, wieder mehr Sicherheit im eigenen Handeln zu gewinnen und konkrete Strategien für den Umgang mit schwierigen Situationen am Arbeitsplatz zu entwickeln.

Damit aus anhaltender Belastung nicht irgendwann Erschöpfung wird.

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